Einlippenbohrverfahren (ELB-Verfahren) 

Das Einlippenbohren wird im Durchmesserbereich von ca. 0,8 bis 40 mm eingesetzt. Die Zufuhr des Kühlschmierstoffes (KSS) erfolgt durch eine oder mehrere Bohrungen innerhalb des Werkzeugs. Die Ableilung des KSS-Spänegemisches geschieth durch eine Längsnut (Sicke) am äusseren Werkzeugschaft.

BTA-Bohrverfahren

Das BTA-Tiefbohren (BTA = Boring and Trepanning Association) wird im Durchmesserbereich von ca. 6 bis 300 mm eingesetzt. Die Zufuhr des Kühlschmierstoffes geschieth von aussen unter Druck in einem Ringraum zwischen Bohrungswand und Bohrrohr, der Späneabfluss erfolgt durch das Spanmaul und das Innere des Bohrrohres. Auf Grund der hohen KSS-Drücke und Volumenströme muss zur Abdichtung des Kreislaufes ein grosser konstruktiver Aufwand betrieben werden.

Ejektor-Bohrverfahren

Das Ejektor-Tiefbohrverfahren wird im Durchmesserbereich von ca. 18 bis 250 mm eingesetzt. Es ist eine Variante des BTA-Verfahrens. Die Zufuhr des Kühlschmiermittels erfolgt durch einen Ringraum zwischen dem Bohrrohr und einem Innenrohr (Zweirohrverfahren). Der Kühlschmierstoff tritt am Bohrkopf seitlich aus, umspült diesen und fliesst mit den Spänen im Innenrohr zurück. Ein Teil des Kühlschmierstoffs wird über eine Ringdüse in das Innenrohr eingeleitet. Durch den entstandenen Unterdruck am Spanmaul wird der Rückfluss ermöglicht (Ejektor-Effekt). 
Im Gegensatz zum BTA-Verfahren entfällt die Abdichtung gegen Austreten von KSS.